Andreas Japtok

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Wenige Wochen vor seiner Abreise zu den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles geschieht es: Kunstturner Andreas Japtok drückt sich bei einem Flugelement am Reck mit seinem rechten Knie den rechten Ellenbogen raus. Waren vier Jahre harte Trainingsarbeit umsonst? Doch Japtok stemmt sich gegen das Olympia-Aus, lässt sich zehn Tage lang behandeln und den Ellenbogen stabilisieren. Dreieinhalb Wochen später bestreitet der Hannoveraner seinen ersten olympischen Wettkampf, wird mit der Mannschaft Vierter und landet im Mehrkampf auf Platz 17. Als Leistungssportler sei er sich des Risikos damals natürlich bewusst gewesen, „aber ich kenne meinen Körper sehr gut und wusste, was ich ihm zumuten kann.“ Neben der Olympiateilnahme zählt Japtok den fünften Platz mit der Mannschaft bei der WM 1985 sowie nicht zuletzt die Deutsche Mehrkampfmeisterschaft 1987 zu seinen größten Erfolgen. Zwischen 1978 und 1989 nahm der mehrfache Deutsche Meister an fünf Weltmeisterschaften, zwei Europameisterschaften sowie vielen internationalen Turnieren teil.

Seit jeher habe er den Körper „verstehen“ wollen – und über die Jahre ein besonderes Faible für Muskel- und Gelenkfunktionen entwickelt. Sein Spezialgebiet sind Schulter- und Achillessehnenverletzungen. Neben dem Umgang mit Menschen liebe er vor allem an seiner Berufung, „dass man auch mit wenig Aufwand viel erreichen kann – und eine Operation nicht immer das Allheilmittel ist.“ Es sei ungemein befriedigend, oftmals bereits mit zwei, drei Handgriffen die Schmerzen des Patienten lindern zu können.

Dem Leistungssport ist Andreas Japtok als Sportmediziner treu geblieben: Er betreut(e) u.a. mehr als zehn Jahre die Kader- und Leistungssportler am Olympiastützpunkt Hannover, die Eishockeyspieler der „Hannover Indians“ und „Hannover Scorpions“ sowie die Bundesligamannschaft des Niedersächsischen Turnteams. Seit 2004 ist der Ex-Kunstturner überdies Tourarzt des „Feuerwerk der Turnkunst“.

Ausbildung

Andreas Japtok hat in Hamburg und Hannover Medizin studiert (Examen 1990). Nach seiner Ausbildung im Agnes-Karll-Krankenhaus Laatzen baute er dort ab 1996 die sportmedizinische Abteilung auf und ist Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Durchgangsarzt – und seit 2005 niedergelassen.

Seine Zusatzausbildungen: Akupunktur nach Yamamoto, FDM (Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos), A-Diplom Applied Kinsesiologie. Zusatzbezeichnungen für Rettungsmedizin, Sportmedizin und Manuelle Medizin (Chirotherapie).

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